Portrait

Urs Häberli, Intendant des Pfalztheaters Kaiserslautern steht seit dem Beginn der Spielzeit 2012|13 an der Spitze des rennomierten Drei-Sparten-Theaters, ist aber dem Kaiserslauterer Publikum kein Unbekannter. Urs Häberli wirkte bereits unter seinem Vorgänger Johannes Reitmeier seit 2002 als Betriebs- und Operndirektor und Stellvertreter des Intendanten am Pfalztheater, wo er auch regelmäßig als Regisseur Akzente setze, so inszenierte er in dieser Zeit u. a. Verdis „Macbeth“, Mozarts „Zauberflöte“, Puccinis „Turandot“, „Flammen“ von Erwin Schulhoff, „L'Orfeo“ von Claudio Monteverdi, das Kammermusical „Die letzten fünf Jahre“, Purcells Barockspektakel „Die Feenkönigin“, die Rockoper „Die Chronik der Unsterblichen – Blutnacht“ sowie die Wiederentdeckung „Verkündigung“ von Walter Braunfels.

Begonnen hat Häberlis Laufbahn zunächst mit einer Schauspielausbildung in seiner Heimatstadt Bern,   bevor er den Weg des Regisseurs einschlug. Als Regieassistent war er am Theater Biel-Solothurn, am Theater Regensburg und schließlich an der Oper Frankfurt engagiert, wo er mit Regisseuren wie Herbert Wernicke, Thomas Langhoff, Robert Carsen, Cesare Lievi und Peter Mussbach zusammenarbeitete. In Frankfurt gab er auch sein Debüt als Regisseur mit Paul Burkhards Operette „Feuerwerk“ - mit niemand geringerem als Anny Schlemm in der Rolle der Köchin. Als freischaffender Regisseur in den Jahren 1990 bis 2000 war er anschließend vor allem im Musiktheater sowohl in Oper, Operette und Musical tätig, doch unternahm er regelmäßig Ausflüge ins Schauspiel. Stationen seiner Regiearbeiten waren u. a. Biel, Passau, Braunschweig, Osnabrück, Neustrelitz, Potsdam, Regensburg, Halle, Bochum, Tel Aviv und Nantes.
Ab der Spielzeit 2000|01 war er für zwei Jahre als Persönlicher Referent der Intendantin und Chefdisponent am Theater Regensburg tätig. Auch dort inszenierte er regelmäßig im Bereich des Musiktheaters, entdeckte für sich aber auch die Leidenschaft, in leitender Position betriebliche Vorgänge zu koordinieren und Verantwortung zu übernehmen. Angespornt durch Fortbildungen im Bereich des Kulturmanagements, u. a. an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, sowie an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung setzte sich der Schweizer das Ziel, weiter in leitender Position sich zu bewähren.
So wechselte er im Jahre 2002 mit Johannes Reitmeier an das Pfalztheater Kaiserslautern. Zu der Arbeit am Pfalztheater konnte sich Urs Häberli auch regelmäßig außerhalb als Gastregisseur unter Beweis stellen. So inszenierte er in den letzen Jahren u. a. am Opernhaus Halle („Evita“ und der „Zauberer von Os“), an den Kreuzgangfestspielen Feuchtwangen („Amadeus“ und „Siegfrieds Tod“), „Les Misérables“ an den Thuner Seepielen, „Stella“ von Johann Wolfgang Goethe am DAS Theater, Bern und „Jedermann“ an den Burgfestspielen Mayen. Ferner war Urs Häberli auch mit einem Lehr- und Regieauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Mannheim tätig. Als   Intendant am Pfalztheater eröffnete er mit Rossinis „Wilhelm Tell“ die erste Spielzeit und führte dann noch bei Alban Bergs „Wozzeck“ Regie. Am Landestheater Innsbruck inszenierte er Bizets "Perlenfischer". In der Spielzeit 2013/14 war unter seiner Regie Dmitri Schostakowitschs "Lady Macbeth von Mzensk" auf dem Spielplan und in der Spielzeit 14/15 Verdis "Rigoletto", Gounods "Faust".Zu Beginn der Spielzeit 15/16 war der Opern-Doppelabend mit Béla Bartóks "Herzog Blaubarts Burg" und Alexander Zemlinskys "Der Zwerg" zu sehen. Für die Spielzeit 16/17 inszenierte er die "Perlenfischer" von Bizet und "The Tempest" mit Musik von Purcell und Texten von Shakespeare an. 2018 hatte die Neuinszenierung von "La Cenerentola" von Rossini Premiere. In der kommenden Saison hat im Februar 2019 Janaceks „Jenufa“Premiere. (Siehe Rubrik Inszenierungen)